Digital Lounge@Davos 2026: Wenn KI die Welt betritt


Nach dem Auftakterfolg im vergangenen Jahr veranstaltete Data Migra-tion International von 19. bis 23. Januar seine zweite Digital Lounge@Davos 2026. Auf dem Forum für zukunftsweisende Technologien bildeten künstliche Intelligenz, autonome Systeme und deren praktische Anwendung das Schwerpunktthema. Die rund 300 Besucherinnen und Besucher beeindruckte insbesondere, wie weit die Entwicklung bereits fortgeschritten ist. Die vorgeführten humanoiden Roboter demonstrierten ihre Fähigkeiten live. Sie bewegten sich selbstständig, nahmen ihre Umgebung wahr und traten in direkte Interaktion mit den Anwesenden.
Menschenähnlich, nicht -gleich
Die Orientierung an der menschlichen Form folgt einem pragmatischen Ansatz: Die gesamte Infrastruktur von Wirtschaft und Gesellschaft ist auf die menschliche Anatomie zugeschnitten, von Gebäuden über Verkehrswege bis zu Arbeitsplätzen. Dementsprechend setzen menschenähnliche Roboter nicht erst aufwändige Anpassungen ihrer Umgebung voraus, sondern können sich in der Umwelt, die sie buchstäblich betreten, zurechtfinden und bewegen, darin Entscheidungen treffen und danach handeln. Außerdem verringert die aus menschlicher Sicht vertrautere Gestalt Berührungsängste und erleichtert dadurch die Kommunikation und Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Die Technologie zeigt ihr Potenzial besonders dort, wo menschliche Ressourcen knapp sind, monotone Abläufe dominieren oder ein durchgehender Betrieb erforderlich ist. Hinzu kommt, dass sich humanoide Roboter in Bereichen einsetzen lassen, die für Menschen problematisch oder gefährlich sind, zum Beispiel in beengten Räumlichkeiten, risikobehafteten Arbeitsumgebungen oder bei Einsätzen unter extremen Bedingungen.

Kooperieren, nicht verdrängen
Eine der zentralen Erkenntnisse der Teilnehmenden auf der Digital Lounge@Davos 2026 lautete, dass humanoide Roboter nicht als Ersatz für menschliche Arbeitskräfte konzipiert sind. Vielmehr sollen sie Menschen unterstützen und ihre Fähigkeiten verstärken und verbessern. Sie sollen von belastenden oder gefährlichen Tätigkeiten entlasten und Freiräume schaffen für Aufgaben, die menschliche Kreativität, Urteilsvermögen und Empathie erfordern. Zwar ergeben sich durch Automatisierung handfeste wirtschaftliche Vorteile. Das größte Potenzial für Produktivitätsfortschritte bergen humanoide Roboter jedoch in einer produktiven Partnerschaft zwischen Mensch und Maschine. Live erlebbar wurde diese Partnerschaft in Davos, wenn die vorgestellten humanoiden Roboter Menschen auf den schneeglatten Gehwegen begleiteten und stützten oder den Verkehr regelten, um von einer auf die andere Straßenseite zu gelangen. Möglich machte solche komplexen Szenarien die Zusammenarbeit zwischen Data Migration International, Forschungsinstituten und Start-ups der ETH Zürich.
„Davos entwickelt sich immer mehr zu einem Zentrum für innovative Technologien. Das Interesse daran ist überwältigend, wie unsere Digital Lounge@Davos 2026 gezeigt hat“, betont Thomas Failer und fügt hinzu: „Dementsprechend werden wir Idee und Konzept des geplanten Davos Tech Summit im Juli tatkräftig unterstützen, wenn sich der Ort in eine Stadt für Roboter und Menschen gleichermaßen verwandelt.“ (Quelle: DMI)






